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Welche Medikamente machen die Haut sonnenempfindlich?

 

© Tierney AdobeStock 164854637
 
Jetzt scheint sie wieder, die liebe Sonne – wie haben wir uns während der grauen Tage nach ihr gesehnt! Damit wir ihre wärmenden Strahlen ohne Reue genießen können, sollten wir nicht nur unsere Haut langsam daran gewöhnen und passende Sonnenschutzmittel verwenden, sondern wir sollten, wenn wir welche einnehmen, unsere Medikamente auf ihre „Sonnenverträglichkeit“ hin überprüfen.
Die Entstehung von Hautrötung oder gar -ausschlag nach dem Sonnenbad kann durch die Einnahme gewisser Medikamente, welche die Lichtempfindlichkeit (Photosensibilität) erhöhen, begünstigt werden. Deshalb ist es wichtig, diese, zumindest eine Auswahl davon, beim Namen zu nennen. 

Dazu gehören beispielsweise häufig verwendete Schmerzmittel und Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) mit den Inhaltsstoffen Dicolofenac, Ibuprofen, Ketoprofen (um nur ein paar davon zu erwähnen). Auch Diabetes-Mittel wie Glibenclamid oder Glimepirid und Antidepressiva, die beispielsweise Johanniskraut, Citalopram, Doxepin oder Clomipramin enthalten, machen die Haut sonnensensibler.
Allergiker, die Antihistaminika (Loratadin, Terenadin, Cyproheptadin …) verwenden, sollten ebenfalls vorsichtig im Umgang mit der Sonne sein. Einige Antibiotika sind im Sommer ebenfalls mit Vorsicht zu genießen.
Entwässernde Medikamente (Diuretika mit Inhaltsstoffen wie Amilorid, Cholortalidon, Furosemid, Xipamid …) gehören auch auf diese Liste.
Hormone, wie sie etwa in der „Pille“ vorkommen (u.a. Östrogene, Progesterone, Corticosteroide …) sind hier ebenso zu nennen, wie Lipidsenker (Mittel gegen erhöhte Blutfettwerte) die Bezafibrat oder Fenofibrat enthalten.
Auch Herz-Kreislauf-Medikamente wie beispielsweise Ramipril, Captopril, Simvastadin und noch einige mehr sind nicht uneingeschränkt sonnenkompatibel.
Was gegen Pilzerkrankungen hilft (Itraconazol, Terbinafin, Voriconazol) verträgt sich nicht unbedingt mit UV-Strahlung.
Ätherische Öle, wie Bergamotte-, Zedernholz- oder Zitronenöl sollten nicht benutzt werden, wenn Besonnung bevorsteht.
Diese Liste ließe sich noch lange fortsetzen, deshalb raten wir, im Sommer die Packungsbeilagen von Medikamenten im Hinblick auf dieses Nebenwirkung der gesteigerten Lichtsensibilität hin zu überprüfen. Selbstverständlich beraten wir Sie auch diesbezüglich gerne persönlich. Die Reaktionen auf „sonnensensible“ Arzneimittel können zudem sehr unterschiedlich ausfallen, abhängig vom Wirkstoff, von der Dosierung, vom Hauttyp, Dauer und Intensität der Sonnenexposition …
Oft genügt es schon, Sonnenschutzmittel mit einem höheren Lichtschutzfaktor zu verwenden und in der Mittagszeit sich nicht der Strahlung auszusetzen. Manche Medikamente können auch (nach Absprache mit dem Arzt) am Abend eingenommen werden, dann ist die Wirkstoffkonzentration tagsüber im Körper niedriger. Keinesfalls sollte man vom Arzt verordnete Mittel auf eigene Faust absetzten oder die Dosis reduzieren. Die Lichtempfindlichkeit kann bei einigen Wirkstoffen außerdem über das Absetzen hinaus noch längere Zeit anhalten.
 
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